Blick auf das sanierte Einfamilienhaus von der Straße, die Fassade ist mit Holz verkleidet, Bäume links und rechts
Projekt: Sanierung eines Einfamilienhauses aus den 60er Jahren
Bauweise : Bestand in Ziegelbauweise mit Stahlbetondecken
Ort: München
Fertigstellung: 2010
Wohnfläche: ca. 155 qm
Energiebilanz:
Blick auf das sanierte Einfamilienhaus von der Gartenseite, drei Türen im Erdgeschoss, zwei hohe Fenster im ersten Stock, Bäume links und rechts
Eingangsbereich mit roter moderner Tür, schmale türhohe Fenster links und rechts der Tür, Fassade mit Holz verkleidet
Treppenhaus mit Blick nach oben in den ersten Stock, Treppenstufen mit dunklem Holz, deckenhohes Metallgeländer in schwarz links
Lichtdurchfluteter Flur im ersten Stock, dunkler Holzfussboden, Treppenabgang links, am Ende des Ganges schmales deckenhohes Fenster
Blick auf das Haus von der Straße, vor der Sanierung, alter Putz und kleine Fenster, Gartentor, Bäume links und rechts
Blick auf das Haus vom Garten, vor der Sanierung, alter Putz, Balkon im ersten Stock, klassische Aufteilung im Erdgeschoss mit großem Fenster und kleiner Tür zur Terasse, Markiese

Aus einem kühlen 60er-Jahre-Haus wird ein offenes Zuhause mit Weitblick.

Ein typisches Haus seiner Zeit: ungedämmte Fassade, zugige Fenster aus der Erbauungszeit, ein kaum genutzter Balkon als auskragende Betonplatte – energetisch eine Kühlrippe. Das flach geneigte, ungedämmte Blechdach entsprach nicht mehr den  heute geltenden Regeln für geneigte Dächer und war undicht. Der offene Kamin verlief außen an der Fassade und wurde vom Dach eingerahmt. Der verwendete Naturstein im Innen- und Außenraum verstärkte im Winter das Gefühl von Kälte.

Und doch: Die Lage am Stadtrand mit freiem Blick über das angrenzende Feld barg großes Potenzial.

Die neuen Bewohner wünschten sich eine umfassende energetische Sanierung sowie eine räumliche Neuordnung mit zeitgemäßem Wohngefühl.

Im Erdgeschoss wurden die Räume geöffnet und neu organisiert: Eine großzügige Küche mit Essplatz geht fließend in den Wohnbereich über. Der Treppenraum wurde so gestaltet, dass er heute als einladende, im Winter behaglich warme Mitte des Hauses wirkt.

Durch die Umstrukturierung der Fassade entstand ein dreiseitiger Zugang zum Garten – Innen- und Außenraum greifen nun selbstverständlich ineinander.

Im Obergeschoss befinden sich die privaten Räume. Der energetisch problematische Balkon wurde zurückgebaut, die Gebäudehülle umfassend gedämmt. Gestalterisch gliedert sich das Haus nun klar: Westlich des Kamins erhielt es eine gedämmte Holzverkleidung, östlich davon eine ebenfalls gedämmte Putzfassade.

Das ursprünglich zu flach geneigte Pultdach wurde angehoben, die Dachfläche gedämmt und der Dachrand zurückgenommen. Der Kamin steht nun frei und präzise im Volumen.

Neue Fensterformate öffnen gezielte Blickbeziehungen zum Feld und in den Garten – selbstverständlich nach aktuellen energetischen Standards.

Ein neues Wohngefühl: lichtdurchflutet, warm und modern – mit einer klaren, zeitgemäßen Außenwirkung.