Geschwungener weißer Jugendstilgiebel mit Maskenrelief und Stuckfenstern zwischen zwei Bäumen vor blauem Himmel
Projekt:Fassadensanierung, neuer Innenhof, Trockenlegung Keller, Beseitigung von Brandschutzmängel und diverse andere Sanierungsaufgaben,
Ort:München – Neuhausen
Fertigstellung:2025
Wohnfläche:Wohnhaus mit Rückgebäude, EG–3.OG und ausgebautes Dachgeschoss
Weiße Jugendstilfassade in München-Neuhausen mit Ziergiebel, Rundbogenportal und Bäumen im Vordergrund
Untersicht der weißen Stuckfassade mit Fensterverdachungen, Konsolen und geschwungenem Giebel unter Baumkronen
Stuckverzierter Jugendstilgiebel mit Erker und Dreiecksgiebel-Fenster, eingerahmt von grünem Laub vor blauem Himmel
Stuckmaske eines Frauenkopfs mit Frucht- und Blütenkranz als Schlussstein über einem Rundbogen

Das denkmalgeschützte Jugendstilhaus in München-Neuhausen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde das Gebäude vor rund 20 Jahren in einzelne Wohneinheiten aufgeteilt. Im Zuge dessen entstand im Dachgeschoss durch den Ausbau eine zusätzliche Wohnnutzung.

Über viele Jahrzehnte hatte sich jedoch ein erheblicher Sanierungsbedarf angesammelt. Feuchtigkeitsschäden im Keller, stark geschädigte Fassadenflächen sowie bislang nicht vollständig umgesetzte brandschutztechnische Auflagen machten eine grundlegende Bestandsaufnahme erforderlich.

Zu Beginn des Projekts wurde deshalb ein umfassendes Sanierungskonzept entwickelt. Sämtliche Maßnahmen wurden hinsichtlich ihrer Dringlichkeit bewertet und mit einer belastbaren Kostenschätzung versehen. Diese strukturierte Grundlage ermöglichte der Wohnungseigentümergemeinschaft eine schrittweise Umsetzung der notwendigen Arbeiten.

Bereits 2024 konnten erste Sanierungsmaßnahmen im Keller durchgeführt werden. Im darauffolgenden Jahr folgten die umfassende Restaurierung der Straßenfassade sowie die Neugestaltung des Innenhofs.

Erst nach dem Aufbau des Fassadengerüsts zeigte sich das tatsächliche Ausmaß der Schäden. Zahlreiche Stuckelemente waren stärker beschädigt als zunächst erkennbar. In enger Zusammenarbeit mit einem Restaurator wurden fehlende und zerstörte Ornamente originalgetreu nachgegossen und sorgfältig in die historische Fassade integriert. Auch die Farbgestaltung und die Ausführung des Sockelbereichs erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde, um den Charakter des Gebäudes dauerhaft zu bewahren.

Heute präsentiert sich das Jugendstilhaus wieder mit der Ausstrahlung, die seiner Architektur gerecht wird. Die aufwendig restaurierte Fassade, die sorgfältig instand gesetzten Details und der neu gestaltete Innenhof tragen dazu bei, den historischen Wert des Gebäudes langfristig zu sichern und gleichzeitig die Wohnqualität für seine Bewohner deutlich zu erhöhen.