Diele der Wohnung im Eingangsbereich mit Zugang zur Kueche
Projekt: Sanierung und Zusammenlegung zweier Wohnungen
Bauweise : Massivbau mit teilweise Betondecken bzw. Holzbalkendecken und Mauerwerk
Ort: München
Fertigstellung: 2007
Wohnfläche: 165 qm
Energiebilanz:
Moderne Küche mit Kochinsel und Dunstabzugshaube
Essbereich der Wohnung mit Lichtinstallation in der Wand, Vitrinenschrank
Blick auf den Ess- und Wohnbereich der Wohnung
Wohnbereich der Wohnung mit Sofa, Sessel und Kamin, hohe Decke
Geschwungener Flur der Wohnung mit mehrern Türen und Holzfussboden
Eingangsbereich der Wohnung mit Holzfussboden, Milchglastüren und großer Deckenleuchte
Eingangsbereich der Wohnung mit Holzfussboden, Milchglastüren und großer Deckenleuchte
Modernes Badezimmer nach Sannierung, in weiß gehalten
Aussenansicht des Hauses an der Theresienwiese mit Bäumen im Vordergrund, Bauen im Bestand

Das ursprüngliche Wohnhaus aus der Jahrhundertwende wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren auf dem bestehenden Keller neu errichtet. Die charakteristische Gebäudeform mit ihren zwei Türmchen blieb dabei erhalten. Aufgrund des großen Wohnraumbedarfs nach dem Krieg wurde innerhalb der bestehenden Kubatur ein zusätzliches Geschoss untergebracht, wodurch sich die Geschosshöhen zum ehemaligen Bestand verringerten. Gemeinsam mit dem spiegelbildlichen, denkmalgeschützten Nachbargebäude bildet das Haus bis heute ein markantes W-förmiges Ensemble im Stadtbild von München.

Die Bauherrschaft, Eigentümer zweier benachbarter Wohnungen, wünschte sich eine großzügige Zusammenlegung zu einer zeitgemäßen Wohneinheit mit klarer räumlicher Ordnung. Der für die 1950er Jahre typische kleinteilige Grundriss wurde neu strukturiert und funktional zoniert: Im vorderen Bereich entstand ein offener, zusammenhängender Wohnraum mit Arbeitsecke, Essbereich und Küche, während die privaten Räume bewusst im ruhigeren, rückwärtigen Teil der Wohnung angeordnet wurden.

Zentraler Entwurfsgedanke war es, den Eingangsbereich als räumliches Gelenk zu stärken und die Verbindungsachsen zu den beiden Ecktürmchen bewusst zu inszenieren. Klare Sichtbeziehungen strukturieren die Wohnung und greifen die besondere Gebäudekonfiguration auf. Raumhohe Glasschiebetüren ermöglichen eine flexible Nutzung und lassen Tageslicht tief in den Eingangsbereich fließen.

Im Zuge der Sanierung wurden erneuerungsbedürftige Bauteile wie der Parkettboden vollständig ersetzt. Auch das Duschbad wurde grundlegend neu gestaltet und in Materialität und Detailausbildung in das Gesamtkonzept integriert. Maßgefertigte Möbelentwürfe sowie ein präzise abgestimmtes Lichtkonzept runden die Gestaltung ab und verleihen den Räumen eine ruhige, zeitlose Atmosphäre.