Zu meiner Person
1987- 1992
Architekturstudium an der Fachhochschule München – Abschluss Dipl. Ing. FH
seit 1995
Mitglied der Bayerischen Architektenkammer seit 1995 – Architektin BYAK
seit 2003
Eintragung Nachweisberechtigung für vorbeugenden Brandschutz bei der Bayerischen Architektenkammer
Das Fundament für meinen Weg als Architektin bildete mein Architekturstudium und meine ersten Berufsjahre als angestellte Mitarbeiterin in einem größeren Architekturbüro. Als Projektleitung eines größeren Bürogebäudes in München wurde mir schnell klar, dass mein Schwerpunkt im Wohnungsbau liegt , also in der Auseinandersetzung mit Räumen, die den Alltag der Menschen unmittelbar prägen.
Deshalb arbeite ich seit 2000 selbstständig mit eigenem Büro mit dem Schwerpunkt Wohnungsbau.
Als Mitglied der Bayerischen Architektenkammer nehme ich regelmäßig n Fortbildungen teil, unter anderem im Bereich Brandschutz, Baurecht, energieeffizientes Bauen und Holzbau um aktuelle technische, rechtliche und nachhaltige Entwicklungen kontinuierlich in meine Arbeit einfließen zu lassen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen zeitgemäße Wohnformen, ein bewusster Umgang mit Fläche und ressourcenschonendes Bauen. Gerade im urbanen Umfeld stellt sich zunehmend die Frage, wie auf begrenztem Raum eine hohe Wohnqualität entstehen kann.
Mich interessieren kompakte, gut organisierte Grundrisse und flexible Lösungen, die auch auf kleiner Fläche großzügiges Wohnen ermöglichen. Dabei geht es nicht allein um Quadratmeter, sondern um die Qualität eines Raumes: gute Proportionen, Tageslicht, klare Wege, Rückzugsmöglichkeiten und eine durchdachte Nutzung im Alltag. Deshalb denke ich Architektur und Innenraumgestaltung häufig gemeinsam. Individuell entworfene Einbaumöbel, klapp- oder ausziehbare Elemente und multifunktionale Lösungen können dazu beitragen, vorhandene Flächen optimal zu nutzen und zugleich eine ruhige, großzügige Atmosphäre zu schaffen.
Wichtig ist für mich auch die grundsätzliche Frage nach Prioritäten im Wohnen: Wie viel Fläche benötigen wir tatsächlich zum Leben und wie viel wird anderen Nutzungen eingeräumt? Braucht ein Haus wirklich einen Carport für drei Autos, wenn dadurch Wohnqualität oder nutzbarer Freiraum verloren gehen? Architektur bedeutet für mich immer auch, Gewohnheiten zu hinterfragen und Flächen bewusst zu gewichten.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist der sensible Umgang mit Ressourcen. Bei Bestandsgebäuden steht zunächst die Frage im Vordergrund, welche Qualitäten erhalten und weiterentwickelt werden können. Gründliche Untersuchungen das Bestandes zeigen, ob Bauteile weiter genutzt werden können (= Nutzung von graue Energie). Ziel ist möglichst viel zu Erhalten und Umzubauen statt Abbruch des Bestandsgebäudes!
Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht nur energieeffiziente Technik oder Holzbau, sondern ebenso langlebige Materialien, robuste Konstruktionen und Gebäude, die auch langfristig an veränderte Lebenssituationen angepasst werden können.
Ebenso wichtig ist mir die soziale Dimension von Architektur. Jedes Gebäude steht in Beziehung zu seiner Umgebung. Deshalb beschäftige ich mich bei jedem Projekt mit der Frage, wie Privatheit, Offenheit und nachbarschaftliches Miteinander in Einklang gebracht werden können. Auch Wohnhäuser sollten so gedacht werden, dass sie sich im Laufe der Zeit verändern und weiter nutzen lassen — sei es für Familien, mehrere Generationen oder neue Wohnformen im Alter.
Inspiration für meine Arbeit finde ich auf Reisen und Architekturexkursionen. Besonders die Architektur und Alltagskultur Japans, der nordischen Länder und dem europäischen Nachbarländern prägen meinen Blick auf Materialität, Einfachheit, Licht und den Umgang mit Raum. Der regelmäßige Austausch mit aktueller Architektur ist für mich wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und hilft dabei, Entwicklungen und neue Ansätze kontinuierlich weiterzudenken.
Und vielleicht gehört dazu auch eine gewisse Haltung im Alltag: Viele Wege in München lege ich bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zurück. Die direkte Wahrnehmung der Stadt bietet oft die besten Beobachtungen!



